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Schwule Literatur – Ruf mich bei deinem Namen

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von Andre Aciman / übersetzt von Renate Orth-Guttmann
ISBN: 3036955151

Für sechs Wochen ist der gutaussehende, amerikanische Harvard-Absolvent Oliver zu Besuch bei einer Professorenfamilie an der italienischen Riviera, um dort sein Buch über Heraklit zu beenden. Elio, der 17jährige Sohn der Familie, ist von der Präsenz und Schönheit des Studenten vom ersten Augenblick an fasziniert und fühlt sich von Tag zu Tag mehr zu ihm hingezogen.

Vorsichtig versucht er Oliver näher zu kommen, zunächst führen beide harmlose Gespräche über Literatur, voller Vorsicht tasten sich beide heran und die Spannung zwischen beiden wächst. Elio verliebt sich Hals über Kopf in Oliver und der Leser wird in einen Strudel von Verlieb-Sein, Zweifeln, wunderschöner Glücksgefühle, schmerzlichem Begehren, Unsicherheit und tiefer Liebe gezogen.

Elio fühlt sich innerlich zerrissen, hin und her gerissen zwischen Verlangen und Angst vor Zurückweisung und so schafft es das Nachbarsmädchen Marzia sich für eine gewisse Zeit zwischen die beiden Männer zu drängen. Doch Elios Herz und Liebe gehören Oliver. Als Oliver sich dem jüngeren Elios dann endlich öffnet, beginnt für die beiden Männer ein Sommer tiefer Gefühle, Erotik und inniger Verbundenheit. Doch dann naht das Ende des Urlaubs und Oliver fliegt zurück in die USA.

“Du bist der einzige Mensch, von dem ich Abschied nehmen möchte, wenn ich sterbe, weil nur dann das, was ich mein Leben nenne, einen Sinn ergibt.”

Let€™s talk about sex – Der Kinsey-Report

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Heute schauen wir zurück in die Vergangenheit und werfen einen Blick auf den einst sehr bekannten US-Sexualforscher Alfred C. Kinsey, der seiner Zeit damals weit voraus war und in den 60er Jahren mit seinen delikaten Forschungsergebnissen weltberühmt wurde. Entgegen aller moralischen Bedenken führte Kinsley damals eine interessante Sexstudie durch, die sehr detailliert nach allen erdenklichen Sexualpraktiken und Vorlieben der Menschen fragte. Heraus kam das Buch “Sexual Behaviour in the Human Male”- “Das sexuelle Verhalten des Mannes”, das innerhalb der ersten Monate zum Besteller wurde und nun schwarz auf weiß belegte, wie viele amerikanische Männer im Durchschnitt masturbierten (92 Prozent), Erlebnisse mit einer Prostituierten vorweisen konnten (69 Prozent), außerehelichen Sex hatten (37 Prozent) oder es mit Tieren trieben (1 Prozent).

Auch das Thema Homosexualität wurde offen angesprochen und brachte interessante Ergebnisse. Ganze 37 Prozent der befragten Männer hatten zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens schon einmal homosexuelle Erlebnisse gemacht, die aus einfachen Streicheleinheiten bestehen konnten, aber auch Oralsex oder Analverkehr beinhalten durften. Bei noch unverheirateten Männern im 35 Lebensjahr lag der Anteil sogar bei unglaublichen 50 Prozent. Zudem stellte Kinsey fest, dass homosexuelle Kontakte häufiger bei Männern mit einem mittlerem Bildungsniveau (Realschule) zustande kamen als bei einem niedrigem oder hohem Bildungsgrad. Kinsey kam außerdem zum Schluss, dass homosexuelle Erfahrungen deutlich häufiger bei Stadt- als bei Landbewohnern vorkamen.

Der Kinsey-Report war eine Weltneuheit und eine der ersten aussagekräftigen Sexualstudien, die ein realistisches Bild vom erotischen Handeln der amerikanischen Bevölkerung widerspiegelte. So ist es nicht verwunderlicht, dass die Studie für großes Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgte und auch viele Kritiker hervorrief. Heute knapp vierzig Jahre später wissen leider nur noch die wenigsten Menschen mit dem Namen Kinsey etwas anzufangen. Aber vielleicht ist das auch ein gutes Zeichen, immerhin hat Kinsey mit seinen Forschungsarbeiten dazu beigetragen, dass wir heute in sexuellen Fragen wesentlich aufgeklärter sind und Masturbation, ausgefallene Sexpraktiken, aber auch die Homosexualität keine Tabu-Themen mehr sind.

Sexiest Man alive

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Nach einer Umfrage des britischen Schwulenmagazins “Gay Times” ist der portugiesische Nationalspieler Cristiano Ronaldo der “sexiest man alive”, der Mann mit dem gegenwärtig größten Sexappeal. Durchtrainierter Body, braungebrannt, knappe Shorts und immer sehr gepflegt – so hat es Ronaldo nun auf den ersten Platz schafft. Platz zwei ging an Schauspieler James Franco. Ihn kennt man aus dem Kinofilm Spiderman (er verkörpert den besten Freund des Spinnen-Helds) und aus der Filmbiografie Milk (hier spielt er den Lebensgefährten des berühmten Bürgerrechtlers). Den dritten Platz belegte der australische Kunst- und Turmspringer Matthew Mitcham.

Schwule Literatur – Du hörst von mir

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von Luis Algorri / übersetzt von Carsten Hinz
ISBN: 3861878483

Der Student Javier lernt auf einer Geburtstagsparty Jose kennen, den jüngeren Bruder seiner Freundin Ana. Er verguckt sich in den gutaussehenden, ziemlich abweisenden Jungen und versucht ihm daraufhin unbemerkt näher zu kommen. Dieses Ziel erreicht er indem er dem attraktiven Jose Nachhilfestunden gibt.

Doch das Verlangen nach dem jungen Schüler wird immer größer, es verzehrt Javier regelrecht nach dem Bruder seiner Freundin. Und so kommt es, wie es kommen muss: die beiden nähern sich allmählich an und vereinen sich letztendlich in einem innigen Kuss. Die Erotik knistert in der Luft, die Lust entflammt zwischen den beiden Männern und der Autor Algorri beschreibt gekonnt und voller Leidenschaft jedes noch so kleine Detail, das der Leser wissen möchte. Nach einer heißen Affäre und einigen Tagen in der spanischen Bergwelt wendet sich der jüngere Jose aber plötzlich ab und geht auf Distanz. Zurück bleibt ein am Boden zerstörter Javier€¦

“Du gehörst mir” ist eine ergreifende Geschichte voller Erotik und Leidenschaft!

Erste offen lebende Lesbe wird Bischöfin

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Eva Brunne ist Stockholms neue Bischöfin – und sie ist homosexuell. Im Wahlkampf um den Bischofsposten war ihre sexuelle Orientierung aber praktisch kein Thema.

Die 55-Jährige Schwedin setzte sich im letzten Wahlgang mit 413 zu 365 Stimmen gegen den letzten Mitbewerber durch.

Eva Brunne setzt sich stark für eine offene Kirche ein und bezeichnet die Umstellung auf eine multiethnische, multireligiöse Gesellschaft als die größte Herausforderung. Bischöfin Brunne: “Die Vielfalt ist ein großer Reichtum”.

Homosexueller Schiedsrichter suspendiert

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Der 33-jährige, türkische Schiedsrichter Halil Ibrahim Dincdag outete sich erst kürzlich als Homosexueller und löste damit eine landesweite Diskussion über den Umgang mit Homosexualität im Fußball aus. In der Türkei ist Homosexualität noch immer sehr verpönt, dennoch ist es erschreckend zu sehen, dass Halil Ibrahim Dincdag nach seinem Outing sowohl seinen Job als Schiedsrichter als auch seinen Zweitjob als Radiomoderator verlor. Offiziell wurde er wegen seiner angeblich mangelhaften Fitness suspendiert. “Ich habe kein Verbrechen begangen und habe dem Bild der Schiedsrichter in der Öffentlichkeit nicht geschadet. Ich habe nur erklärt, dass ich homosexuell bin”, sagte Halil Ibrahim Dincdag. Und fuhr fort: “Mein Leben ist zur Hölle geworden. Aber wenn es nötig ist, werde ich bis zum Europäischen Gerichtshof ziehen, damit ich Schiedsrichter sein kann”.

Gambia verurteilt Europäer wegen Homosexualität

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Ein 79 Jahre alter Niederländer wurde in Gambia wegen homosexueller Handlungen zu einer Geldstrafe von 100.000 Dalasi, umgerechnet 3.500 Euro verurteilt; mit der Auflage nach Zahlung seiner Strafe unverzüglich das Land zu verlassen.

Grund für die Anklage: sein Gepäck wurde zuvor am Flughafen durchsucht und die Zollbeamten fanden Nacktbildern von ihm und gambianischen Männern, sowie verschiedene Pornofilme. Trotzdem kann der Holländer noch von Glück reden einer mehrjährigen Gefängnisstrafe entgangen zu sein, denn auf Homosexualität stehen in Gambia zurzeit bis zu 14 Jahre Haft.

Der schwulenfeindliche Präsident des Landes Yahya Jammeh machte schon mehrmals negativ auf sich aufmerksam und rief erst vor kürzester Zeit alle

Skandal um Anti-Schwulen-Lied

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In San Remo findet auch dieses Jahr wieder das wichtigste Schlagerfestival Italiens statt; doch diesmal sorgt der Schlagersänger Giovanni Povia beim Festival für einen handfesten Skandal.

Mit seinem Lied “Luca era gay” (ital.: Luca war schwul) sorgte er für europaweite Proteste. Das schwulenfeindliche Lied handelt von einem jungen, schwulen Mann, der nach einer Liebesnacht mit einer Frau plötzlich heterosexuell wird.

Aurelio Mancuso, Präsident des größten italienischen Schwulenverbandes Arcigay, ist entsetzt: “Die Zeilen des Liedes sind voller Vorurteile, es ist diskriminierend und keineswegs lehrreich für die Menschen!”.

Und auch der Politiker Franco Grillini meldete sich zu Wort: “Ich fordere alle dazu auf, einmal darüber nachzudenken, dass auch die homosexuelle Liebe echte Liebe und keine Perversion ist”. Und der bekannte Sänger Marco Masini bringt es mit seinem Lied “L’Italia” schlussendlich auf den Punkt: “E’ un paese l’Italia che c’ha rotto i coglioni” – “Italien ist ein Land, das mir auf den Sack geht!”.

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